Preisfindung Kosten Markt Füllmenge Preis Lieferkette Rezeptur Offen

Entscheidungsgrundlage · Dario und Stefan

Was ein Becher kostet, und was er kosten darf

Alle Kosten von der Frucht bis zur Station, der Vergleich mit smoodi, Smoogo und YourStarter, und sechs Entscheidungen, die zusammenhängen.

Stand 03.09.2026 Modell SMOOVY_Preiskalkulation.xlsx Kurs USD/CHF 0.80 MWST 2.6 % Take-away
Vollkosten je Cup
2.38
bei Grosshandelseinkauf
B2B-Preis
3.60
Standardstufe
Marge SMOOVY
34 %
1.22 je Cup
Partner je Cup
3.13
bei 6.90 Endpreis
Amortisation
6.5
Monate bei 18 Cups/Tag
Offerte liegt schriftlich vor Recherche öffentlich belegt Annahme geschätzt, muss ersetzt werden

01 — Kostenstruktur

Jede Position, mit Herkunft

Was heute belegt ist und was noch geschätzt. Die Farbmarker sagen, wie belastbar jede Zahl ist.

Vollkosten je Cup, 200 g Füllmenge, Durchschnitt über sechs Sorten
PositionCHFHerkunftGrundlage
Rohstoffe, Frucht und Zutaten0.87Annahme Retail-Preise Coop und Migros aus Produktionskosten.xlsx, Mai 2025, mal Beschaffungsfaktor 0.70
Becher, bedruckt0.092Offerte KayRun 18.08.2026, 10 000 Stück, USD 0.0554 ab Werk, Seefracht und Zoll gerechnet
Deckelfolie, bedruckt0.088Annahme Restgrösse aus dem Budget, keine Offerte vorhanden, Anfrage läuft
Strohhalm0.04Annahme Bambushalm 0.037 aus Produktionskosten.xlsx
Co-Packing, Abfüllen und Schockfrosten0.75Annahme Master Business Plan nennt 0.60 bis 0.99 bei Testcharge, kein Vertrag
Logistik je Cup0.35Annahme CHF 50 je Anlieferung, 162 Cups je Sendung mit Reserve-Kühler
Ausschuss und Schwund0.05Annahme 3 Prozent auf Ware und Produktion
Vollkosten je Cup2.38
Kritisch

Sechs von sieben Positionen sind Annahmen. Belegt ist einzig der Becher. Die grössten Unsicherheiten sind Co-Packing mit 0.75 und die Rohstoffe mit 0.87, zusammen zwei Drittel der Kosten. Ohne diese beiden Offerten ist jede Preisliste vorläufig.

Der Beschaffungsfaktor entscheidet alles

Retail, wie im Drive 2.81 Grosshandel, Faktor 0.70 2.38 Industrie, Faktor 0.55 2.17
Vollkosten je Cup. Bei Retail-Preisen bleibt für die Verpackung nichts übrig.
BeschaffungVollkostenMarge bei 3.60Budget für Becher, Folie, Druck
Retail, Testcharge2.8122 %−0.24
Grosshandel, 10-kg-Karton2.3834 %0.18
Industrie, ab Palette2.1740 %0.40

Grosshandelskonditionen sind keine Optimierung, sie sind die Voraussetzung. Mit Retail-Einkauf ist das Verpackungsbudget negativ und Peanut Protein hat einen negativen Deckungsbeitrag.

Becher und Folie im Detail

KayRun, PP-U 90 × 125 × 65 mm, 16 oz, effektiv 450 bis 460 ml, 15 g
Mengeab Werk USDVersandLanded CHFHerkunft
950, Mustersendung0.043Luftfracht0.232Offerte
5 000, bedruckt0.0582Seefracht0.139Offerte
10 000, bedruckt0.0554Seefracht0.092Offerte
20 000, bedruckt0.0554Seefracht0.075Annahme
50 000, bedruckt0.0554Seefracht0.066Annahme
Deckelfolie, alle Mengen––0.088Annahme
Farbsetup, einmalig15 je Farbe–36 bei 3 FarbenOfferte
Luftfracht kostete bei der Mustersendung USD 235 auf eine Warenrechnung von USD 41. Das sind 0.20 CHF je Becher, mehr als der Becher selbst. Für Serienware nur Seefracht.

Für die Folie fehlt jede Offerte. Kritisch ist dabei nicht der Stückpreis, sondern die Mindestmenge je Druckmotiv: sechs Sorten heissen sechs Motive. Bei 10 000 Deckeln sind das nur 1 667 je Sorte, und viele Folienhersteller verlangen 1 000 bis 5 000 pro Motiv.

Station und Wiederkehr

PositionBetragHerkunftBemerkung
Station, Verkaufspreis an den Partner9 900RechercheBusinessplan v2.0
Station, Landed Cost5 278RechercheMarge auf Hardware 4 622
Reserve-Kühler, 110 Cups650AnnahmeTEFCOLD, Businessplan nennt unter 650
SaaS und Monitoring99 / MtRechercheBusinessplan v2.0
Strom beim Partner90 / MtAnnahmeBusinessplan v2.0
Anlieferung, je Stop50AnnahmeBusinessplan nennt 25 bis 40 für einen TK-Stop

02 — Markt

Was die anderen verlangen

Drei Wettbewerber, drei Modelle. smoodi ist das amerikanische Vorbild, Smoogo der direkte Automaten-Wettbewerber in Europa, YourStarter der Schweizer Platzhirsch mit einem anderen Ansatz.

Preise je Portion, USD zu CHF mit 0.80 gerechnet
AnbieterModellEndpreisPortionEinkauf BetreiberMarge BetreiberHerkunft
smoodi, USAAutomat, Kauf oder Leasing4.79 – 6.39k. A.1.60 – 2.4060 – 70 %Recherche
Smoogo, BarcelonaAutomat, Betreiber liefertnicht öffentlich150 – 156 gnicht öffentlich–Recherche
YourStarter, OberrietFirmenlösung, Hardware gratis5.90201 – 252 gFirma zahlt ab 49.90/Mt–Recherche
YourStarterRetail im Vorteilspaket6.65 – 6.71201 – 252 g––Recherche
SMOOVYAutomat, Partner kauft die Station6.90200 g3.6046 %Vorschlag
Unbequem

smoodi verkauft günstiger und lässt dem Betreiber mehr. Umgerechnet 4.79 bis 6.39 im Verkauf, bei einem Cup-Einkauf von 1.60 bis 2.40. Das ergibt 60 bis 70 Prozent Marge gegen unsere 46. Der Unterschied liegt im Cup-Preis, nicht im Verkaufspreis: unsere 3.60 sind mehr als das Anderthalbfache.

Das ist ein Skalen- und Standortthema, kein Denkfehler. smoodi produziert für den US-Markt in ganz anderen Mengen und beliefert über Dot Foods, einen der grössten Foodservice-Distributoren weltweit. Die Schweiz ist teurer, und wir starten mit drei Maschinen. Aber die Richtung ist klar: der Cup-Preis muss mit dem Volumen runter, sonst ist das Modell im Vergleich nicht konkurrenzfähig, sobald smoodi oder Smoogo hier auftauchen.

Stationskosten im Vergleich

AnbieterModellEinmaligMonatlichÜber 48 Monate
SMOOVYKauf9 9009914 652
smoodiKauf11 999k. A.11 999
smoodiLeasing 48 Monate023911 482
smoodiLeasing 12 Monate03994 790
YourStarterFirmenpaket0ab 49.90ab 2 395

Die Station ist günstiger als bei smoodi, aber SMOOVY hat kein Leasing im Angebot. smoodi bietet vier Laufzeiten ab 239 CHF im Monat und nimmt damit die Einstiegshürde komplett weg. YourStarter geht noch weiter und stellt die Hardware gratis. Wer heute drei Angebote nebeneinander legt, sieht bei uns als einziger eine Rechnung über 9 900 CHF.

Empfehlung

Ein Leasingmodell prüfen, bevor der erste Kunde absagt. Der Businessplan nennt bereits rund 350 im Monat als Option. Das ist kein Preisthema, sondern ein Vertriebsthema.

Was wir besser können

Unsere Stärken

  • 51 g Frucht je 100 ml, mehr als Smoogo mit 39 und YourStarter mit 45
  • Kein Zuckerzusatz. Smoogo gibt in jede Sorte 3 bis 5 Prozent Agavensirup
  • Vollautomatisch, im Gegensatz zu YourStarter, wo der Nutzer selber mixt und abwäscht
  • Die Station gehört dem Partner, keine Umsatzbeteiligung

Wo wir hinten liegen

  • Cup-Preis 3.60 gegen 1.60 bis 2.40 bei smoodi
  • Kein Leasing, während beide Wettbewerber die Einstiegshürde abgebaut haben
  • Smoogo hat Alcampo, DiR und Glovo als Referenzen, wir haben null
  • Zwei unserer Sortennamen, Brain Boost und Tropical Vibes, führt smoodi ebenfalls

03 — Entscheidung

Füllmenge und Wasseroffen

200 g je Becher steht zur Debatte. Die eigentliche Frage ist, wie viel Wasser die Station dazugibt, denn davon hängt ab, ob der Becher beim Mixen überläuft.

472 ml 200 g + 220 ml läuft über 449 ml 200 g + 200 ml 65 ml Kopfraum 426 ml 200 g + 180 ml 85 ml Kopfraum
Becherumriss in Originalproportion, Füllung und die Linie zeigt das Volumen bei 15 Prozent Schaum. Der Becher fasst 455 ml.
VariantefertigFüllgradKopfraummit SchaumFrucht je 100 ml
200 g + 220 ml410 ml90 %45 ml472 ml48.7 g
200 g + 200 ml390 ml86 %65 ml449 ml51.2 g
200 g + 180 ml370 ml81 %85 ml426 ml54.1 g
180 g + 200 ml371 ml82 %84 ml427 ml48.5 g
Kritisch

45 ml Kopfraum reichen nicht. Beim Mixen schlägt das Rührwerk Luft ein, 10 bis 20 Prozent Volumenzunahme sind bei Fruchtsmoothies normal. Dazu verdrängt das Mixwerkzeug selbst 20 bis 40 ml. Bei 220 ml Wasser landest du rechnerisch bei 472 ml in einem Becher, der 455 fasst.

Empfehlung

200 g plus 200 ml. 390 ml fertiger Smoothie, 65 ml Kopfraum, und die Fruchtdichte steigt von 48.7 auf 51.2 g je 100 ml. Vor der Serienfreigabe mit den Mustern am Automaten gegenmessen und Hommy fragen, wie viel Kopfraum die Maschine konstruktiv braucht.

Für 200 g

  • Höchste Fruchtdichte im Vergleichsfeld
  • Kostet nur 5 bis 14 Rappen mehr als 180 g
  • Eine Abfüllmenge für alle sechs Sorten

Gegen 200 g

  • Mehr Frucht sieht man nicht am fertigen Becher
  • Dickerer Smoothie belastet den Mixer stärker
  • Peanut Protein wird der teuerste Becher im Sortiment

04 — Entscheidung

Endkundenpreis und B2B-Staffeloffen

Ein Preis für alle Sorten oder zwei Stufen. Und eine Mengenstaffel statt der Phasenlogik aus dem Businessplan.

Endkundenpreis

Der Businessplan rechnet mit 6.90 einheitlich. Der Vorschlag, die Basis auf 6.50 zu senken und nur die Protein-Linie bei 6.90 zu lassen, kostet bei gleichzeitig gesenktem B2B-Preis rund 140 CHF je Station und Monat, ohne dass der Partner mehr verdient.

Empfehlung

6.90 einheitlich. Zwei Preisstufen am Automaten sind Reibung ohne Nutzen, und die Kostenunterschiede folgen nicht der Linien-Logik: Powermüesli ist günstiger als Brain Boost. Wenn differenziert werden soll, dann nach oben, also Protein-Linie auf 7.50, nicht Basis auf 6.50.

B2B-Staffel

StufeCups pro MonatPreisMarge SMOOVYPartner je CupAmortisation
Einstiegbis 5003.9039 %2.827.3 Mt
Standard500 bis 1 5003.6034 %3.136.5 Mt
Volumenab 1 5003.4030 %3.326.1 Mt
Empfehlung

Staffel statt Phasen. Der Businessplan sieht 3.50 in Phase 1 und 3.90 in Phase 2 vor, also eine Preiserhöhung für bestehende Partner. Eine Mengenstaffel belohnt Wachstum und erhöht nie den Preis für einen Partner, der grösser wird.

05 — Entscheidung

Lieferkette und BestellmengeReserve-Kühler entschieden

Wie oft geliefert wird, entscheidet über einen der grössten Kostenblöcke. Und wie viele Becher eine Sendung enthalten muss, damit der Versand die Marge nicht auffrisst.

ohne Reserve 0.735 40 Becher 0.523 110 Becher 0.351 160 Becher 0.294 Logistikkosten je Cup in CHF, bei 18 Bechern pro Tag
Reserve-KühlerKapazität je SendungLieferungen/MonatCHF je CupErsparnis/MonatVorrat
keiner688.00.735–4.4 Tage
40 Becher1025.40.5231166.7 Tage
110 Becher1623.40.35121010.6 Tage
160 Becher2042.70.29424113.3 Tage
Entschieden

110 Becher, fix im Standardpaket. Von 40 auf 110 kostet rund 300 CHF mehr und bringt 94 CHF im Monat zusätzlich, das ist in gut drei Monaten drin. Der Kühler selbst amortisiert sich in 3.1 Monaten.

Wie viele Becher muss eine Sendung enthalten

Vor Logistik bleiben bei einem B2B-Preis von 3.60 rund 1.57 CHF je Cup. Daraus ergibt sich die Mindestmenge je Lieferung:

Versandkosten je Sendungfür 10 % der Margefür 20 %für 25 %
CHF 301919576
CHF 40255127102
CHF 50318159127
CHF 60382191153
Empfehlung

Mindestens 130 Becher je Sendung, Zielwert 160. Ohne Reserve-Kühler passen nur 68 in eine Lieferung, dann frisst der Versand 47 Prozent der Rohmarge. Das ist der eigentliche Grund für den Reserve-Kühler: nicht der Vorrat, sondern die Sendungsgrösse.

Wie viele Becher bestellen

Drei Maschinen mit 10 bis 20 Bechern pro Tag brauchen 912 bis 1 824 Stück im Monat.

BestellmengeLanded je StückKapitalbindungReichweite bei 30 / 45 / 60 pro Tag
5 0000.1376865.5 / 3.7 / 2.7 Mt
10 0000.09291711.0 / 7.3 / 5.5 Mt
20 0000.0751 50721.9 / 14.6 / 11.0 Mt
50 0000.0663 31154.8 / 36.5 / 27.4 Mt
Empfehlung

10 000 Becher. Der Sprung von 5 000 auf 10 000 senkt den Preis um ein Drittel. Von 10 000 auf 20 000 sparst du nur noch 1.7 Rappen, wärst dafür aber ein bis zwei Jahre eingedeckt, in einer Phase, in der sich Logo, Bechergrösse und Lieferant noch ändern können.

06 — Entscheidung

Peanut Proteinoffen

Die Sorte hat mit 17 Prozent die schlechteste Marge im Sortiment. Der Grund ist eine einzige Zutat.

Sojagranulat 0.013 Sonnenblumenkerne 0.020 Haferflocken 0.031 Erdnussmus 0.045 Mandeln 0.059 Hanfsamen 0.080
CHF je Gramm Protein, Einstandspreis bei Faktor 0.70. Hanfsamen kosten viermal so viel wie Sonnenblumenkerne für dieselbe Menge Protein.
Variante, jeweils 200 gProteinWareneinsatzMarge bei 3.60
heute: Hanf 20, Mandeln 3020.4 g1.6317 %
nur Hanf halbieren18.4 g1.4223 %
Erdnussmus 30 + Sonnenblumenkerne 2020.8 g1.2430 %
mit Sojagranulat 1523.5 g1.2729 %

Mango 65 · Erdnussmus 30 · Haferflocken 35 · Sonnenblumenkerne 20 · Mandeln 15 · Dattelmus 20 · Banane 15

Empfehlung

Alles ganze Lebensmittel, kein Proteinpulver. Du kommst auf mehr Protein als heute und sparst 39 Rappen je Becher. Das Erdnussmus verdreifacht sich von 10 auf 30 g, was zum Produktnamen passt und die Pflichtangabe zum Erdnussanteil von 5 auf 15 Prozent hebt. Der Haken: Sonnenblumenkerne muss man schmecken, das gehört verkostet.

07 — Nächste Schritte

Vier Zahlen fehlen

Ohne diese Offerten bleibt jede Preisliste vorläufig. Sie stehen in der Reihenfolge ihres Gewichts in der Kalkulation.

Fehltheute angenommenWirkungStatus
Rohstoffe im Grosshandel0.87der gesamte Beschaffungsfaktor, siehe Abschnitt 01zwei bis drei Grossisten anfragen
Co-Packing0.75zweitgrösster Posten, komplett geschätztkein Vertrag, kein Preis
Deckelfolie0.088Restgrösse im VerpackungsbudgetAnfrage bei KayRun ist raus
TK-Logistik0.35hängt an den CHF 50 je Sendungkeine Spediteur-Offerte
Alle Zahlen stehen im Excel-Modell SMOOVY_Preiskalkulation.xlsx. Gelbe Zellen sind Eingaben. Sobald die Offerten da sind, trägst du sie ein und die ganze Rechnung stimmt, ohne dass etwas neu gebaut werden muss.